Auftakt Protestwelle gegen die Animal Messe Stuttgart

Auftakt Protestwelle gegen die Animal Messe Stuttgart

Ende November findet jährlich die Animal Messe in Stuttgart statt. Dort werden Kamele, Vogelspinnen, Fische und viele weitere Tiere ausgestellt. Kaninchen müssen über Hindernisse springen, Hunde werden zu Tanzshows genötigt und Schlangen müssen sich vom Publikum anfassen lassen. Gemeinsam mit anderen Gruppen des Netzwerk Tierrechte Stuttgart startet unsere OG Stuttgart nun in die zuvor im offenen Brief angekündigte Protestphase.

Das Kollektiv Tierbefreiung Stuttgart demonstrierte am Samstag, den 19.09.2026 vor dem Eingang der Messe Stuttgart. Die Demo war der Beginn einer Protestwelle des Netzwerk Tierrechte Stuttgart, welches ein Zusammenschluss mehrerer Tierrechtsorganisationen ist. Die Aktionen werden bis zum eigentlichen Termin der Animal Messe anhalten und dort ihren Höhepunkt finden [1].

Weitere Protesttermine sind:
– Samstag, 10. Oktober 2026
– Samstag, 17. Oktober 2026
– Samstag, 24. Oktober 2026
– Dienstag, 10. November 2026
– Protestwochenende vom 20. November bis 22. November 2026.

Seit Juli finden in Stuttgart verschiedene Aktionen für die Abschaffung der Animal Messe statt, getragen von mehreren aktivistischen Tierrechtsgruppen. Am Wochenende der Messe (20. bis 22. November 2026) ist eine große Demo und Programm geplant.

„Seit 1995 findet die Animal Messe statt, dort werden Kamele, Vogelspinnen, Fische und viele weitere Tiere unter grausamsten Bedingungen ausgestellt. Kaninchen müssen über Hindernisse springen, Hunde werden zu Tanzshows genötigt und Schlangen müssen sich vom Publikum anfassen lassen.“  so Emilia Schüler, Pressesprecherin des Kollektivs Tierbefreiung Stuttgart. „Es wird Zeit, dass die Landesmesse im aktuellen Jahrzehnt ankommt und dieser unnötigen Tierquälerei ein Ende setzt.“

Das Kollektiv Tierbefreiung hat die Landesmesse GmbH mit einem offenen Brief im Mai 2026 aufgefordert, dem Weltweihnachtscircus zu folgen und keine Tierschauen, Wettkämpfe und generell keine Tiere als Teil von Messen in Ihren Hallen mehr zuzulassen [2, 3]. Daraufhin gab es ein Gespräch zwischen Mitgliedern der Geschäftsleitung der Messe und Aktivist:innen des Kollektivs Tierbefreiung. Die Messe zeigte sich vorerst uneinsichtig und verweist auf deren „Animal Kodex“ [4]. Dieser widerspricht sich selbst da das „Wohl der Tiere“ nicht im „Mittelpunkt“ stehen kann, solange dort Vogelspinnen in winzigen Boxen gezwängt werden und Fluchttiere wie Pferde und Alpakas in lauten Hallen ausharren müssen. Das hier offiziellen Leitlinien gefolgt wird, ist kein Argument, sondern ein Armutszeugnis.

Außerdem verleiten Veranstaltungen wie diese Menschen dazu, zu glauben, dass Tiere und auch Wildtiere wie Reptilien Konsumgüter sind. Es verleitet sie weiterhin dazu Tiere bei Züchtern zu kaufen, während allein in deutschen Tierheimen Tausende Tiere auf ein neues Zuhause warten.

Die Pressemitteilung und weitere Fotos sind hier zu finden.


[1] https://tierbefreiung-stuttgart.org/animal-messe/

[2] https://www.stuttgarter-zeitung.de/lokales/stuttgart/weltweihnachtscircus-in-stuttgart-keine-tiere-mehr-zirkuslegende-will-auf-den-willen-des-publikums-hoeren-78978083.html

[3] https://tierbefreiung-stuttgart.org/Presse/2026/offener-brief-animal-messe/

[4]  https://www.messe-stuttgart.de/animal/messe/unser-kodex/animal-kodex/