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Polizist tötet Tiger in Dölzig 

Der Lange Schatten von „Tiershows“ in Zirkussen
Kaum ist der Tierausbeutungs-Circus Afrika wieder aus Leipzig verschwunden, ereilt uns die nächste Schreckensnachricht: ein Tiger, der seiner Gefangenschaft bei Zirkusdompteurin Carmen Zander in Dölzig bei Leipzig entkam, wurde vergangenen Sonntag von der Polizei erschossen. Zuvor hatte der Tiger einen Mitarbeiter von Zander verletzt und war durch die benachbarte Kleingartenanlage gelaufen.
Ob das sogenannte „Elefantenreservoir“ von Hardy Weisheit (Circus Afrika) oder die illegalen Tigershows der ehemaligen Zirkusdompteurin Carmen Zander. Ob der Wels im Brombacher See oder jetzt der Tiger in Dölzig: Die langen Schatten der Tierausbeutung in Zirkussen auf der einen Seite und der Umgang der Polizei mit sogenannten „Problemtieren“ auf der anderen Seite sind nur die Spitze des Eisbergs in einer Gesellschaft, die nichtmenschliche Tiere objektifiziert und systemisch ausbeutet.
Die sogenannte „Tigerkönigin“ Carmen Zander hält vor den Toren Leipzigs Tiger gefangen und bietet Streichelevents mit den Großkatzen an. Da die meisten Menschen glücklicherweise keine „Tiershows“ mehr in Zikussen sehen wollen, konnte die Tierausbeuterin mangels Nachfrage nicht mehr mit die Tigern in Zirkussen zur Schau stellen. So suchte Sie nach neuen Wegen die Tiere auf anderem Weg weiter auszubeuten. Da die Haltung jeglicher Wildtiere in Sachsen grundsätzlich, sogar auch für Privatpersonen, erlaubt ist, konnte sie dies bisher auch ohne größeren Widerstand tun. Und das in einem Land wo andererseits jeder Lebenshof streng reguliert wird und Schikanen vom Veterinäramt ausgesetzt ist. 
Doch immer wieder stand Zander wegen der Tigerhaltung in der Kritik. Es gab Vorwürfe wegen fehlender Genehmigungen und möglicher Verstöße gegen Auflagen. Illegale Tigershows, Großkatzenstreichelevents, Züchtung von Tigern in einem Privathaushalt. Erst 2024 hat sie 5 Tigerbabies für ihren ausbeuterischen Betrieb gezüchtet. Das teilte das zuständige Landratsamt Nordsachsen mit. Skandalös auch die Entscheidung des zuständigen Gerichts die Anklage wegen illegaler Tigershows mit einer Einmalzahlung von 1000€ fallen zu lassen.
Dabei brauchen gerade Tiger ein großes Revier um sich entfalten zu können und sie leben meist nicht in großen Familienverbänden zusammen sondern sind Einzelgänger*innen. Egal ob Zoo, Zirkus oder Privathaushalt: Tierhaltung gehört abgeschafft, denn artgerecht ist nur die Freiheit! Und wo diese nicht mehr möglich ist, müssen die Tiere in Sanctuaries untergebracht werden, in denen Sie genügend Platz haben, als Individuen respektiert und nicht mehr zur Belustigung der Menschen ausgebeutet werden.
Und dann ist da noch das Polizeiproblem, bzw. die fehlende Kompetenz einer zutiefst speziesistischen Gesellschaft mit sogenannten „Problemtieren“ umzugehen. Ob Bruno der Bär, der Wels im Brombacher See oder jetzt Sandokan der Tiger in Dölzig: Sobald ein Tier Menschen physisch bedroht, ist die Reaktion der Gesellschaft meist die Polizei oder Jäger*innen zu rufen, die die Tiere dann regelmäßig mit scharfer Munition erschießen. Dabei gäbe es ja durchaus auch die Möglichkeiten die jeweiligen Tiere nur zu betäuben, um sie dann wieder in die Freiheit – oder eben in Sanctuaries zu entlassen. 
Wir müssen als Gesellschaft andere Tiere endlich als Subjekte ihres eigenen Lebens anerkennen und aufhören sie gefangen zu halten, zu züchten und zu töten. Denn Tiere sind nicht für uns da, sondern mit uns!
Für Samstag und Montag sind bereits Proteste von Vier Pfoten und ARIWA angekündigt.
Artgerecht ist nur die Freiheit!
End the Cage Age!