Der Circus Afrika packt seine Zelte zusammen und zwingt seine Tiere wieder in winzigen Käfigen auf die Autobahn. Die Show hier in Leipzig ist vorbei, das Leid der Zebras, Dromedare und Pferde geht weiter.
Gegen den Zirkus gab es vielfältigen Protest. So wurde anscheinend Zirkus-Werbung in der ganzen Stadt entfernt. Es gab zwei Protest-Kundgebungen vor dem Zirkus. Und wie der Presse zu entnehmen war, wurde ein Zirkus-Anhänger mit dem Wort „Tierschänder*innen“ bemalt, sowie ein Zelt beschädigt. Während Zirkusdirektor Weisheit sich in Interviews schockiert über den Gegenwind gegen seinen Tierausbeutungszirkus zeigte, wurde sehr deutlich: Leipzig hat keine Lust auf die Zurschaustellung von Tierquälerei.
Überall in Deutschland ist der Widerstand gegen Tiere im Zirkus zu spüren, zu sehen, zu hören. Egal ob Cavalluna, Circus Carl Busch oder Circus Afrika: Tiere raus aus der Manege!
Doch was die Gesetzgebung zu Zurschaustellung von Tieren angeht, ist Deutschland, wie in so vielem, trauriges Schlusslicht europaweit. Nur auf kommunaler Ebene, wie auch hier in Leipzig, gibt es teils Verbote für die Zurschaustellung von Wildtieren in Zirkussen. Dies ist aber nur beschränkt auf kommunale Flächen. Auf Privatflächen, wie dem von der Stadt Leipzig an einen Investor verscherbelten Jahrtausendfeld, ist es weiterhin erlaubt. In den meisten europäischen Ländern hingegen besteht bereits ein Verbot der Zurschaustellung bestimmter Tierarten. Bosnien & Herzegowina, Italien, Griechenland, Malta und Zypern haben sogar ein allgemeines Verbot der Zurschaustellung jeglicher Tiere. Dies fordern wir auch hier!
Wenn wir in den Zirkus gehen, wollen wir keine Tierqual sehen, sondern begeistert werden von menschlicher Artistik, Akrobatik, Zauberei und Clownerie. Ganz ohne Tiere! Wir wollen herausgehen mit dem Gefühl etwas Magie mit nach Hause zu nehmen. Wie wirklich guter Zirkus, zeigt der Cirque Nouveau – die neue, moderne Art des Zirkus ganz ohne Tiere.
Keine Bühne für Tierqual!
Until every cage is empty!
