ABEGSAGT: DEMO Das Schlachten beenden – bei Tönnies und überall! 31.10.2020

DEMO ABSAGE

Auf Grund der aktuellen Corona-Lage im Burgenlandkreis, im Leipziger Umland, im Saalekreis und in Halle sagen wir die Demonstration in Weißenfels gegen Tönnies ab.


Wir halten es für unverantwortlich Menschen aus vielen Landkreisen nach Weißenfels zu mobilisieren und dort zusammen zu demonstrieren. Uns ist die Gesundheit der Teilnehmer*innen und von unbeteiligten dritten sehr wichtig, weshalb wir kein Risiko eingehen wollen.

Die Demo soll, sobald es wieder möglich ist, nachgeholt werden!

DEMO ABSAGE

Auf Grund der aktuellen Corona-Lage im Burgenlandkreis, im Leipziger Umland, im Saalekreis und in Halle sagen wir die Demonstration in Weißenfels gegen Tönnies ab. Wir halten es für unverantwortlich Menschen aus vielen Landkreisen nach Weißenfels zu mobilisieren und dort zusammen zu demonstrieren. Uns ist die Gesundheit der Teilnehmer*innen und von unbeteiligten dritten sehr wichtig, weshalb wir kein Risiko eingehen wollen.

Die Demo soll, sobald es wieder möglich ist, nachgeholt werden!

Wir rufen auf zur Demonstration gegen den Schlachtbetrieb Tönnies und gegen die gesamte Fleischindustrie am 31.10.2020! Wir starten um 14 Uhr am Marktplatz in Weißenfels. Nach der Auftaktkundgebung tragen wir unseren Protest gemeinsam durch die Stadt zum Tönnies Schlachthof, wo dann auch die Endkundgebung stattfinden wird. Wir möchten vor Ort unbedingt darauf zu achten, die ankommenden Schweine nicht zusätzlich zu stressen!

Die Demo unterliegt natürlich den geltenden Maßnahmen zur Eindämmung des Corona Virus, wir versuchen weitestgehend Abstände einzuhalten und tragen außerdem einen Mund-und-Nasenschutz. In der Zeit unserer letzten Demo im Juli, wurde Clemens Tönnies mit seinem Konzern wegen des immensen Ausbruchs des Virus im Schlachtbetrieb Rheda-Wiedenbrück stark öffentlich kritisiert. Dort haben sich über 1700 Mitarbeiter*innen mit Covid-19 infiziert. Die nicht eingehaltenen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus rückten die auch grundsätzlich untragbaren Arbeitsbedingungen der Arbeiter*innen ins Blickfeld. Zurecht werden die ausbeuterischen Arbeitsverhältnisse in den Schlachtbetrieben angeprangert. Doch die gewaltsame Ausbeutung der Tiere für den Profit von Tönnies, Wiesenhof, Westfleisch, Vion und Co. nimmt nach wie vor keine angemessene Priorität im öffentlichen Diskurs ein!

Dass es sich bei den Tieren die zu Wurst, Schnitzel und Hack verarbeitet werden um empfindungsfähige, intelligente, soziale Individuen handelt, die ganz sicher nicht sterben wollen, ist eine Tatsache, der nicht mit mehr sogenanntem „Tierwohl“, wie größeren Käfigen, kürzeren Transportwegen zum Schlachthof oder einer „stressärmeren“ Tötung beigekommen werden kann. Der einzig mögliche Weg um das Wohlergehen von Schweinen, Hühnern, Kühen und anderen sogenannten „Nutztieren“ sicher zu stellen ist, damit aufzuhören sie gefangen zu halten und ihre Leben gewaltsam zu beenden.

Wir fordern daher die sofortige und endgültige Stilllegung aller Schlachthäuser, Mastanlagen, Zuchtbetriebe und anderen Tierausbeutungseinrichtungen und die Umwandlung der gesamten Landwirtschaft hin zu einer bio-veganen, solidarisch organisierten Lebensmittelproduktion!

Die Ausbeutung und Gewalt in der Fleischindustrie beschränkt sich nicht auf die oft miserable Situation der Arbeiter*innen und die Grausamkeit gegen die Tiere, die gefangen gehalten und geschlachtet werden. Diese Industrie ist auch für massivste Umweltzerstörung verantwortlich. Nach konservativen Schätzungen verursacht sie etwa 15% der globalen Treibhausgasemission und heizt den Klima-Kollaps an. Weiter ist sie hauptverantwortlich für das Abholzen des Regenwaldes und die damit einhergehende Zerstörung des Lebensraumes unzähliger nichtmenschlicher Tiere und dort lebender Menschen. Hierzulande verseucht sie durch Überdüngung mit Gülle das Grundwasser und trägt maßgeblich zur Entstehung von Feinstaub bei. Des weiteren begünstigt sie auch Zoonosen wie SARS oder MERS und verursacht durch massiven Antibiotika-Einsatz superresistente Keime. Das System der Tierhaltung und Schlachtung ist also auf vielen Ebenen ein krasses Gewalt- und Ausbeutungssystem, bei dem sich Tönnies sicherlich noch einmal besonders heraushebt, aber eben nur ein Akteur von vielen ist.

Deshalb fordern wir: das Schlachten beenden – bei Tönnies und überall! Jetzt sofort.

Wie bei jeder unserer Veranstaltungen gilt: Antiemanzipatorische und diskriminierende Verhaltensweisen werden nicht geduldet. Damit sind alle ausgeladen, die sich rassistisch, antisemitisch, sexistisch, klassistisch, ableistisch, homofeindlich oder trans*feindlich äußern.

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