Das Schlachten beenden!

Bei Tönnies und überall.

Für Samstag, den 11.07.2020, 14 Uhr rufen wir zur Demonstration gegen Tönnies und die Fleischindustrie im Allgemeinen auf.

Start ist 14:00 Uhr am Markt in Weißenfels. Nach der Auftaktkundgebung tregen wir unseren Protest gemeinsam zum Tönnies Schlachthof, wo die Endkundgebung stattfinden wird. Dabei wollen wir darauf achten, die ankommenden Schweine nicht zusätzlich zu stressen. Bei der gesamten Demo wird natürlich darauf geachtet die geltenden Corona-Maßnahmen einzuhalten.

Die Praktiken der Tierindustrie sind durch die Corona-Krise nun schon seit Wochen im Fokus der öffentlichen Kritik. Zurecht werden die ausbeuterischen Arbeitsverhältnisse in den Schlachtfabriken angeprangert. Was allerdings bisher kaum bis gar nicht Beachtung findet, ist das unermessliche Leid der Tiere, die für den Profit von Tönnies, Wiesenhof, Westfleisch, Vion und Co. gewaltsam getötet werden, nachdem sie ein elendes kurzes Leben auf engsten Raum und vermutlich ohne jegliche Freude hatten.

Dass es sich bei den Tieren die zu Wurst, Schnitzel und Hack verarbeitet werden um empfindungsfähige, intelligente, soziale Individuen handelt, die ganz sicher nicht sterben wollen, ist eine Tatsache, der nicht mit mehr sogenanntem „Tierwohl“, wie größeren Käfigen, kürzeren Transportwegen zum Schlachthof oder einer „stressärmeren“ Tötung beigekommen werden kann. Der einzig mögliche Weg um das Wohlergehen von Schweinen, Hühnern, Kühen und anderen sogenannten „Nutztieren“ sicher zu stellen ist, damit aufzuhören sie gefangen zu halten und ihre Leben gewaltsam zu beenden.

Wir fordern daher die sofortige und endgültige Stilllegung aller Schlachthäuser, Mastanlagen, Zuchtbetriebe und anderen Tierausbeutungseinrichtungen und die Umwandlung der gesamten Landwirtschaft hin zu einer bio-veganen, solidarisch organisierten Lebensmittelproduktion.

Die Ausbeutung und Gewalt der Fleischindustrie beschränkt sich nicht auf die oft miserable Situation der Abreiter*innen und die Grausamkeit gegen die Tiere, die gefangen gehalten und geschlachtet werden. Diese Industrie ist auch für massivste Umweltzerstörung verantwortlich. Nach konservativen Schätzungen verursacht sie etwa 15% der globalen Treibhausgasemission und heizt den Klima-Kollaps an. Weiter ist sie hauptverantwortlich für das Abholzen des Regenwaldes und die damit einhergehende Zersörung des Lebensraumes unzähliger nichtmenschlicher Tiere und dort lebender Menschen. Hierzulande verseucht sie durch Überdüngung mit Gülle das Grundwasser und trägt maßgeblich zur Enstehung von Feinstaub bei. Des weiteren begünstigt sie auch Zoonosen wie SARS oder MERS und verursacht durch massiven Antibiotika-Einsatz superresistene Keime.

Das System der Tierhaltung und Schlachtung ist also auf vielen Ebenen ein krasses Gewalt- und Ausbeutungssystem, bei dem sich Tönnies sicherlich nocheinmal besonders heraushebt, aber eben nur ein Akteur von vielen ist.

Deshalb fordern wir: das Schlachten beenden – bei Tönnies und überall! Jetzt sofort.

Wie bei jeder unserer Veranstaltungen gilt: Antiemanzipatorische und diskriminierende Verhaltensweisen werden nicht geduldet. Damit sind alle ausgeladen, die sich rassistisch, antisemitisch, sexistisch, klassistisch, ableistisch, homofeindlich oder trans*feindlich äußern.

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