{"id":1533,"date":"2023-06-24T11:29:35","date_gmt":"2023-06-24T09:29:35","guid":{"rendered":"https:\/\/tierbefreier.org\/tbleipzig\/?p=1533"},"modified":"2023-11-02T09:32:16","modified_gmt":"2023-11-02T08:32:16","slug":"stand-auf-der-oekofete-am-25-06-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tierbefreier.org\/tbleipzig\/2023\/06\/24\/stand-auf-der-oekofete-am-25-06-2023\/","title":{"rendered":"Stand auf der \u00d6kofete am 25.06.2023"},"content":{"rendered":"\n<p>Am Sonntag, den 25. Juni 2023 machen wir einen Infostand mit Siebdruck und Vogelh\u00e4user-bemalen auf der \u00d6kofete im Clara Zetkin Park. Kommt vorbei!<\/p>\n\n\n\n<p>Als Themenschwerpunkt haben wir nichtmenschliche Tiere in der Stadt und antispeziesistische Stadttransformation. Hierzu haben wir auch einen Text und Flyer erstellt:<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:58px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Antispeziesistische Stadttransformation: <\/strong><strong>St\u00e4dte f\u00fcr Lebewesen \u2013 nicht f\u00fcr Profite!<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Unhaltbarkeit des Status Quo in unseren St\u00e4dten ist vielen Menschen schon lange klar. Und so gibt es von Stadtnatur- und Verkehrswende-Initiativen bis hin zu Gemeinschaftsg\u00e4rten viele Akteur*innen, die sich f\u00fcr eine sozial-\u00f6kologisch-gerechte Transformation der St\u00e4dte einsetzen. Wir m\u00f6chten diese Debatte um eine tierbefreierische Perspektive erweitern und die Bed\u00fcrfnisse und Interessen nichtmenschlicher Tiere in den Blick nehmen und stark machen. Nur wenn die Bed\u00fcrfnisse aller menschlichen und nicht-menschlichen Tiere respektiert werden, kann es ein gutes Leben f\u00fcr alle geben!<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><strong>Kapitalistische Raumnahme<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die industrielle Landwirtschaft verw\u00fcstet im l\u00e4ndlichen Raum nat\u00fcrliche Lebensr\u00e4ume von zahlreichen Tieren wie F\u00fcchsen oder Kr\u00f6ten, wodurch diese zur Landflucht gezwungen werden. In den St\u00e4dten finden sie zwischen dem Asphalt und Beton noch vereinzelt Nischen zum \u00dcberleben, werden aber auch hier fortlaufend verdr\u00e4ngt. Sie sind konfrontiert mit L\u00e4rm und Gestank und den Blechlawinen auf und am Rand der Stra\u00dfen. Brachfl\u00e4chen mit vielf\u00e4ltigen, sich selbst organisierenden Tier- und Pflanzenwelten werden zunehmend durch Investor*innentr\u00e4ume verdr\u00e4ngt.* Gr\u00fcnfl\u00e4chen verschwinden rasant und mit ihnen verschwinden die nichtmenschlichen Tiere. Immer seltener h\u00f6ren wir die Nachtigall singen oder sehen eine Eidechse, die sich auf einem Stein sonnt, weil die Habitate kontinuierlich zerst\u00f6rt werden. Jede L\u00fccke im H\u00e4userblock wird geschlossen. Parks und W\u00e4lder werden f\u00fcr teure Wohn- oder B\u00fcroobjekte zerst\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>*<em>Dabei kommen die Rohstoffe f\u00fcr die Versiegelung der Fl\u00e4chen zum Gro\u00dfteil aus dem Globalen S\u00fcden. HeidelbergCement, der weltweit gr\u00f6\u00dfte Baustoffkonzern im Bereich Beton und Zement, geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Klimakillern Deutschlands. Zerst\u00f6rte \u00d6kosysteme und vertriebene Menschen sind in der modernen Stadtplanung mit eingepreist. Neokolonialistische Ausbeutungs- und Zerst\u00f6rungsstrukturen durchziehen alle Bereiche unseres Lebens.<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Jeder Busch und jeder Baum, jedes St\u00fcck Park ist ein kleines \u00d6kosystem und Heimat f\u00fcr Insekten, Flederm\u00e4use, V\u00f6gel, F\u00fcchse, Igel, M\u00e4use und viele mehr. Einige k\u00f6nnen sich anpassen, ein Gro\u00dfteil jedoch findet weder Platz zum Leben noch genug zu essen. Stra\u00dfen werden erweitert f\u00fcr noch mehr Auto-Verkehr, der die ineffektivste, gef\u00e4hrlichste und klimasch\u00e4dlichste Mobilit\u00e4tsform darstellt. Gentrifizierung nimmt nichtmenschlichen Tieren und Menschen den Wohnraum. Zus\u00e4tzlich zu dieser passiven Verdr\u00e4ngung werden die Tiere in der Stadt auch noch aktiv bek\u00e4mpft, etwa durch Taubenstacheln oder Giftfallen. Zur Bek\u00e4mpfung von Wildschweinen, Waschb\u00e4ren oder Rotf\u00fcchsen werden sogar Stadtj\u00e4ger*innen beauftragt, um diese Tiere gezielt zu t\u00f6ten. So wurden j\u00fcngst in Leipzig die am Fockeberg lebende Wildschweinmutter und ihre zwei Kinder aus reiner Willk\u00fcr erschossen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Soziale Ungerechtigkeiten im st\u00e4dtischen Raum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Strukturen der St\u00e4dte wurden aus der Perspektive einer privilegierten, patriarchal gepr\u00e4gten Gesellschaft angelegt. So verwundert es nicht, dass sie keine sicheren Orte f\u00fcr Kinder, FLINTA*, Bi_PoC, behinderte Menschen, Menschen mit wenig Geld und nicht zuletzt auch nichtmenschliche Tiere sind. Kinder sind besonders gef\u00e4hrdet im Stra\u00dfenverkehr \u00fcbersehen und \u00fcberfahren zu werden, FLINTA* sind sexualisierter Gewalt ausgesetzt, Bi_PoC erleben Racial Profiling und andere rassistische \u00dcbergriffe, behinderte Menschen werden mit zahlreichen Barrieren konfrontiert, Menschen mit wenig Geld sind von gesellschaftlicher Teilhabe h\u00e4ufig ausgeschlossen. Nicht-menschliche Tiere werden in der Verkehrsplanung praktisch komplett ignoriert \u2013 Marder, Waschb\u00e4ren, Igel, V\u00f6gel, Katzen und zahlreiche andere Tiere sind die h\u00e4ufigsten Opfer im Stadtverkehr. Wer nicht im Auto unterwegs ist, ist in der Stadt immer einer besonderen Gefahr ausgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em><strong>FLINTA*<\/strong> ist eine Abk\u00fcrzung und steht f\u00fcr Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbin\u00e4re, trans und agender Personen. Der angeh\u00e4ngte Asterisk (*) dient dabei als Platzhalter, um alle nicht-bin\u00e4ren Geschlechtsidentit\u00e4ten einzubeziehen.<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p> <em><strong>Bi_PoC<\/strong> (Black, Indigenous, and People of Color) ist ein Begriff aus dem anglo-amerikanischen Raum und beschreibt Personen oder Gruppen, die vielf\u00e4ltigen Formen von Rassismus ausgesetzt sind und die aufgrund k\u00f6rperlicher und kultureller Fremdzuschreibungen der wei\u00dfen Mehrheitsgesellschaft als &#8222;anders&#8220; und &#8222;unzugeh\u00f6rig&#8220; definiert werden und gemeinsame, in vielen Variationen auftretende und ungleich erlebte Erfahrungen teilen.<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Die soziale Ungerechtigkeit unserer heutigen Gesellschaft zeigt sich auch im Zugang zu den noch bestehenden Gr\u00fcnfl\u00e4chen, G\u00e4rten und noch halbwegs intakter Natur. Menschen mit viel Geld wohnen in den Vierteln mit mehr Gr\u00fcn, besserer Luft und weniger Verkehr. Wassergrundst\u00fccke und andere beliebte Orte sind oft Menschen mit viel Geld vorbehalten und schlie\u00dfen Menschen mit wenig Geld aus. Diese m\u00fcssen hingegen in dicht gedr\u00e4ngten Wohnblocks und an viel befahrenen Stra\u00dfen leben. Auch Verweilm\u00f6glichkeiten in den Innenst\u00e4dten sind vorwiegend dem zahlungsf\u00e4higen Publikum in Caf\u00e9s und Restaurants vorbehalten. Viele B\u00e4nke sind so gebaut, dass sie nicht zum Liegen geeignet sind, um Wohnungslose auszugrenzen und im Stadtbild m\u00f6glichst unsichtbar zu machen. Zwar sind die Menschen in den weniger reichen Viertel meist kreativ und in der Lage, sich auf eigene Faust eine besondere Lebensqualit\u00e4t im st\u00e4dtischen Raum zu schaffen, allerdings oft nur, um letztlich von Gentrifizierungsprozessen vertrieben und weiter an den Rand gedr\u00e4ngt zu werden. Wir haben es satt, die Stadt den Kapitalinteressen von Investor*innen und Konzernen zu \u00fcberlassen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reclaim the streets &#8211; Stadttransformation und Tierbefreiung zusammendenken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Anstatt Orte der Begegnungen und des guten Lebens f\u00fcr alle zu sein, sind die St\u00e4dte im Zuge der kapitalistischen Moderne also zunehmend den Profitinteressen gro\u00dfer Laden-Ketten und dem automobilen Individualverkehr gewidmet worden. Nur ein konsequenter Umbau der St\u00e4dte, unter Einbeziehung und Beteiligung aller, auch der nichtmenschlichen Bewohner*innen, kann ein gutes Leben f\u00fcr alle schaffen. Wenn die Autos weichen und St\u00e4dte nicht mehr der Profitmaximierung dienen, entstehen neue R\u00e4ume der Begegnung und es er\u00f6ffnen sich Chancen f\u00fcr ein solidarisches Miteinander.<\/p>\n\n\n\n<p>Von autofreien St\u00e4dten profitieren nicht nur die Menschen, sondern auch unsere nichtmenschlichen Nachbar*innen. Wo heute Autos parken, w\u00fcrden B\u00e4ume wachsen, die Schatten spenden und Lebensr\u00e4ume f\u00fcr Flederm\u00e4use und Amseln bieten. Kinder h\u00e4tten Platz zum Spielen und es k\u00f6nnten bio-vegane Lebensmittel angebaut werden. Wo heute Autos fahren, w\u00fcrden Rad- und Fu\u00dfwege weitaus weniger Fl\u00e4che beanspruchen und zudem eine deutlich geringere Gefahr f\u00fcr Menschen und andere Tiere darstellen. Barrierefreier, kostenloser Nahverkehr w\u00fcrde Mobilit\u00e4t f\u00fcr alle gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon bestehende Ans\u00e4tze, wie die architektonischen Konzepte der Kohabitation und des Animal Aided Designs, zeigen Wege, wie wir die nichtmenschlichen Tiere, mit denen wir uns die Stadt teilen, in den Strukturen der Architektur und Stadtentwicklung mit einbeziehen k\u00f6nnen. Nistm\u00f6glichkeiten f\u00fcr verschiedene Vogelarten k\u00f6nnen einfach in bestehende und neue Geb\u00e4ude integriert werden, begr\u00fcnte D\u00e4cher und Fassaden bieten Lebensraum f\u00fcr Wildbienen, Schmetterlinge und viele andere Insekten. Und auch die in den H\u00e4usern lebenden Menschen profitieren von der nat\u00fcrlichen Isolation durch die Pflanzen. Dabei darf Wohnraum kein Privileg sein, sondern muss allen frei zug\u00e4nglich gemacht werden.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>K\u00fchleres Stadtklima<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die mit vielf\u00e4ltiger Vegetation durchzogenen St\u00e4dte wirken im Sommer aktiv dem \u00dcberhitzen entgegen und sichern auch in Zukunft ein \u00dcberleben in urbanen R\u00e4umen. Durch Entsiegelung und umfangreiche Begr\u00fcnung kann im Stadtgebiet auch mehr Wasser gespeichert werden. F\u00fcr alle zug\u00e4ngliche Wasserstellen, wie Seen und Teiche, renaturierte Fl\u00fcsse und B\u00e4che, Trinkpl\u00e4tze und Trinkbrunnen bieten Badestellen, stillen Durst und stellen vielf\u00e4ltige Habitate f\u00fcr Libellen, Fr\u00f6sche, Fische und Molche dar.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Andere Tiere als Mitgestaltende \/ Selbstorganisation anderer Spezies<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die oben skizzierten m\u00f6glichen Umgestaltungen der St\u00e4dte m\u00fcssen zwar vom Menschen initiiert werden, sollen aber kein Top-Down-Programm sein. Sie basieren auf der zunehmenden Einbeziehung der unterschiedlichen Bed\u00fcrfnisse und der aktiven Mitgestaltung aller Stadtbewohner*innen. So m\u00fcssen wir auch die anderen Tiere mit ihren Bed\u00fcrfnissen und den von ihnen gestalteten R\u00e4umen und Strukturen ernst nehmen, deren Entfaltung erm\u00f6glichen und erleichtern und ihnen Raum (zur\u00fcck-)geben. Wespennester, in Fassaden eingebaute Bruth\u00f6hlen von Mauerseglern, Erdh\u00f6hlen von Wildbienen, Tunnelsysteme von Kaninchen oder Staud\u00e4mme von Bibern m\u00fcssen genauso wie menschliche Geb\u00e4ude Platz in den St\u00e4dten finden. Die Beziehungen der Menschen zu anderen Tieren m\u00fcssen auf Augenh\u00f6he, Respekt und gegenseitiger Freiwilligkeit basieren.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>R\u00e4ume der Dedomestikation und Zusammenleben auf Augenh\u00f6he<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00f6kologisch, sozial- und multispeziesgerecht transformierten St\u00e4dten w\u00fcrden auch f\u00fcr zuvor domestizierte Tiere neue M\u00f6glichkeiten der Selbstbestimmung und freien Entfaltung er\u00f6ffnen. Die Z\u00fcchtung von Tieren in der Fleisch-, Milch- und Eierindustrie als auch der \u201eHeimtier\u201c-Industrie w\u00fcrden im Zuge der Transformationsprozesse abgeschafft werden. Schlie\u00dflich ist die kapitalistische Verwertung alles Lebendigen auch ein Selbstzerst\u00f6rungsprogramm f\u00fcr uns Menschen und die schiere H\u00f6lle f\u00fcr die anderen Tiere. Da wir uns den Ausstieg aus der Z\u00fcchtung und Gefangenhaltung von Tieren als sukzessiven Prozess vorstellen m\u00fcssen, tragen wir gegen\u00fcber den domestizierten K\u00fchen, Katzen, H\u00fchnern, Schweinen, Puten, Hunden und allen anderen, die ohne jegliche menschliche Intervention nicht \u00fcberleben k\u00f6nnen, eine besondere Verantwortung. Lebensh\u00f6fe zeigen, wie diesen Tieren in einem ersten Schritt ein Schutzraum geboten werden kann, der ihnen trotz der aus den langen Zuchtprozessen resultierenden Beeintr\u00e4chtigungen ein m\u00f6glichst selbstbestimmtes Leben erm\u00f6glicht. Der transformierte st\u00e4dtische Raum er\u00f6ffnet M\u00f6glichkeiten, diesen Tieren Schutz und Versorgung einerseits und freie Entfaltungsm\u00f6glichkeiten andererseits zu bieten. Dies w\u00e4re die Grundlage f\u00fcr eine Dedomestikation, also einen emanzipatorischen Prozess, an dessen Ende kein nichtmenschliches Tier mehr in unmittelbarer Abh\u00e4ngigkeit von menschlicher Willk\u00fcr leben muss.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Solidarit\u00e4t und Kooperation statt Konkurrenz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Raumnahme des vermeintlich St\u00e4rkeren, wie wir sie heute durch Autos und Konzerne erleben, und das damit einhergehende Konkurrenzverh\u00e4ltnis aller gegen alle w\u00fcrden \u00fcberwunden werden. In dem dadurch geschaffenen Freiraum k\u00f6nnten kooperative gesellschaftliche Verh\u00e4ltnisse und zwischenmenschliche sowie spezies\u00fcbergreifende Beziehungen auf Augenh\u00f6he entstehen. Wir glauben nicht, dass sich dann ein paradiesischer Zustand der vollkommenen Harmonie einstellen wird; sowohl zwischen den verschiedenen Tieren als auch zwischen Menschen und Menschen und anderen Tieren wird es weiterhin Interessenskonflikte geben. Der Rahmen, in dem die Aushandlung der Konflikte stattfindet, w\u00e4re allerdings ein gleichberechtigterer und m\u00f6glichst frei von verstetigten Herrschaftsstrukturen. Die gegenseitigen Abh\u00e4ngigkeiten zwischen Menschen, nichtmenschlichen Tieren und der Natur insgesamt w\u00fcrden anerkannt werden. Ausbeutung und Profit auf Kosten von anderen w\u00fcrden strukturell verhindert, da die Gewaltapparate von Kapital, Polizei und Milit\u00e4r Konzepten der transformativen Gerechtigkeit weichen w\u00fcrden. Diese multidimensional gedachte Gesellschaft der diversen menschlichen und nicht-menschlichen Gemeinschaften h\u00e4tte dann auch eine viel gr\u00f6\u00dfere Chance, die Biodiversit\u00e4tskrise und Klimakatastrophe abzumildern und die kapitalistische Zerst\u00f6rung sukzessive wieder gut zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ausschluss und die Verdr\u00e4ngung marginalisierter Menschen und der mehr als menschlichen Natur muss \u00fcberwunden und der Raum f\u00fcr Selbstorganisation, Entfaltung und Empowerment der diversen menschlichen und tierlichen Individuen und Gemeinschaften frei gemacht werden. Gemeinsam k\u00f6nnen wir das bestehende System \u00fcberwinden, das auf Neokolonialismus, Ausbeutung und Zerst\u00f6rung basiert. F\u00fcr eine Zukunft, in der nichtmenschliche Tiere und Menschen gemeinsam miteinander leben. Miteinander statt nebeneinander. F\u00fcr eine Zukunft, in der Platz f\u00fcr alle ist.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Stadttransformation muss intersektional gedacht werden. Konkret fordern wir:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Ber\u00fccksichtigung und Inklusion nichtmenschlicher Tiere als Bewohner*innen der St\u00e4dte<\/li><li>Gew\u00e4hrleistung ihres Rechts auf Leben und freie Entfaltung<\/li><li>Wohn- und Lebensraum f\u00fcr alle<\/li><li>Autofreie St\u00e4dte, Entsiegelung und Platz f\u00fcr Menschen, Tiere und Pflanzen<\/li><li>Barrierefreier, kostenloser \u00f6ffentlicher Nahverkehr<\/li><li>Abschaffung von Jagd, Giftfallen und anderer f\u00fcr Tiere t\u00f6dlicher oder sch\u00e4dlicher Strukturen \u2013 in der Stadt und \u00fcberall<\/li><li>Aktive Bek\u00e4mpfung der Diskriminierung marginalisierter Gruppen und besondere Teilhabe dieser an allen (Um-)Gestaltungsprozessen<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Sonntag, den 25. Juni 2023 machen wir einen Infostand mit Siebdruck und Vogelh\u00e4user-bemalen auf der \u00d6kofete im Clara Zetkin Park. Kommt vorbei! 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